Über uns

Im Zentrum unserer Gemeinschaft steht die Anbetung unseres Schöpfers und die Nachfolge Seines Sohnes Jeschua, des Messias. Als messianische Gemeinde möchten wir Gott immer besser kennenlernen, Seinen Willen verstehen und Seinen Plan für unser Leben entdecken. Gott hat uns dafür Sein Wort gegeben. In der Heiligen Schrift offenbart Er uns, wie wir als gefallene Menschen vor Ihm gerecht werden können – durch den Glauben an Seinen Sohn – und wie wir in ein neues Leben mit Ihm hineingeführt werden.

 

Dieses neue Leben bringt Fragen mit sich, die viele Gläubige kennen: Wie sieht ein Leben in der Nachfolge praktisch aus? Was erwartet Gott heute von uns? Und wie verstehen wir eine Schrift, die vor rund 2.000 Jahren in einem völlig anderen kulturellen Umfeld entstanden ist? Manche Passagen wirken auf den ersten Blick schwierig oder widersprüchlich. Das liegt oft daran, dass wir sie mit unserer modernen Denkweise lesen. Wenn wir jedoch zu den Wurzeln unseres Glaubens zurückkehren, wird vieles klar und verständlich.

 

Jeschua selbst lebte als Jude, wuchs in der jüdischen Tradition auf und sprach und lehrte in diesem kulturellen und geistlichen Umfeld. Seine Jünger nannten Ihn bei Seinem hebräischen Namen Jeschua – „Rettung“. Auch die Autoren der Bibel waren Israeliten, und viele ihrer Schriften richteten sich an Gläubige, die in derselben Denkweise und Lebenswelt zu Hause waren. Diese Perspektive hilft uns, die Botschaft der Bibel unverfälscht zu verstehen.

 

Die ersten Nachfolger des Messias blieben Teil des jüdischen Lebens. Sie besuchten weiterhin die Synagogen, hörten jede Woche die Tora und lebten nach den Schriften des Alten Testaments – der Tenach, die zur Zeit der Apostel die einzige Heilige Schrift war. Das Christentum war somit zunächst keine neue Religion, sondern die Fortsetzung der Geschichte Gottes mit Seinem Volk. Erst durch politische Entwicklungen und spätere kirchliche Traditionen entstand eine Trennung, die es in der Urgemeinde so nicht gab.

 

In der Bibel finden wir eine einzige große Geschichte Gottes mit Seinem Volk, die bei Abraham beginnt und bis heute weitergeht. Der neue Bund wurde mit dem Haus Israel und dem Haus Juda geschlossen – und wir, die an den Messias glauben, werden durch Jeschua in diesen Bund hineingenommen. Darum ist uns die Rückbesinnung auf die biblischen Wurzeln des Glaubens so wichtig.

 

Auch Paulus wird nur richtig verstanden, wenn man ihn innerhalb seines eigenen kulturellen und geistlichen Hintergrunds liest. Er blieb Zeit seines Lebens ein jüdischer Gelehrter, der Gottes Gebote liebte und verteidigte. Seine Worte wurden im Lauf der Geschichte oft missverstanden, weil dieser Hintergrund ausgeblendet wurde.

 

Leider haben sich im Christentum viele Traditionen erhalten, die nicht aus der Bibel stammen. Obwohl die Reformation viel Gutes hervorgebracht hat, blieb manches bestehen, das nicht mit der Schrift übereinstimmt. Deshalb möchten wir die Bibel mit offenen Augen lesen – frei von menschlichen Traditionen, aber mit einem Herzen, das bereit ist, Gottes Wahrheit anzunehmen.

 

Wir glauben, dass Gott heute Sein Volk erneuert und wiederherstellt. Uns geht es dabei nicht um ein „besser wissen“, sondern um ein Leben im Glauben, das von Liebe getragen ist. Wir möchten nicht in Gesetzlichkeit verfallen, sondern in der Freiheit und Fülle leben, die Jeschua uns schenkt. Es geht nicht um religiöse Formen oder das Befolgen äußerer Regeln, sondern um ein echtes Leben im Messias – ein Leben, in dem Gott geehrt wird und Sein Königreich sichtbar wird.

 

Als junge messianische Gemeinde in Achim freuen wir uns über jeden Besucher und jeden, der mehr über Gottes Wort erfahren möchte. Wir halten den Schabbat, studieren gemeinsam die Schrift und wollen Gott mit ganzem Herzen dienen. Jeder ist bei uns herzlich willkommen.